ZTE: Forschungsvertrag mit der Technischen Universität Dresden

    ZTE erwirtschaftet über 55% seines Umsatzes im Ausland

    ZTE steigt zum weltweit viertgrößten Handyanbieter auf.
    Die ZTE Corporation wurde als Zhongxing Semiconductor Co. Ltd. im Jahre 1985 im südchinesischen Shenzhen gegründet. Inzwischen hat das Telekommunikationsunternehmen mehr als 85.000 Mitarbeiter weltweit, von denen fast zwei Drittel mindestens einen Bachelor-Abschluss haben. Im Jahre 2011 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von EUR 10,25 Mrd. Das macht ZTE zum fünfgrößten Telekommunikationsausrüster der Welt. Nach den Verkaufszahlen des 3. Quartals 2011 ist ZTE sogar zum viertgrößten Handyanbieter weltweit aufgestiegen. Das Unternehmen beliefert mit seinen integrierten Lösungen und Services Kunden in 140 Ländern und erwirtschaftet über 55% seines Umsatzes im Ausland.

    Seit dem IPO (Initial Public Offering) im Jahre 1997 ist ZTE an der Börse in Shenzhen gelistet, seit 2004 zudem an der Börse in Hongkong und ist somit der größte börsennotierte Telekommunikationsausrüster Chinas. Die nachfolgende Graphik zeigt die Umsatz- und Aktionärsstruktur des Unternehmens 2011.

    Starker Konkurrenzdruck und zurückhaltende Investoren ließen den Gewinn ZTE's jedoch im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um rund 68% fallen.

    Vor allem Europa und die USA seien „Hochrisiko-Regionen" wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen verklagt zu werden

    2011: ZTE unterzeichnet Kooperationsvertrag mit der TU Dresden.
    ZTE ist außerordentlich aktiv im Bereich F&E. Jährlich gibt das Unternehmen etwa 10% seines Umsatzes für F&E aus und beschäftigt dafür 27.941 Mitarbeiter, bzw. knapp 33% der gesamten Belegschaft. Damit werden auch die 17 F&E-Zentren unterhalten, die ZTE weltweit hat, etwa in Schweden, Frankreich, Indien, Pakistan, China, Deutschland und den USA. Erst Mitte 2011 unterzeichnete ZTE mit der Technischen Universität Dresden einen Kooperationsvertrag zum Aufbau eines gemeinsamen F&E-Zentrums in Dresden. Diese rege Forschungstätigkeit bringt viele Erfindungen hervor, so hat ZTE, eigenen Angaben zufolge, insgesamt schon 30.000 Patente angemeldet.

    ZTE beschäftigt etwa 200 Patentanwälte. Vor allem Europa und die USA seien „Hochrisiko-Regionen", wenn es um die Gefahr geht, wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen verklagt zu werden, was meist mit hohen Kosten verbunden ist. Aktuell gibt es Rechtsstreitigkeiten u.a. mit Ericsson in Großbritannien, Italien und Deutschland.

    ZTE besitzt eine immense Innovationskraft

    Im folgenden Schaubild ist zu sehen, wie sich die Anzahl der Schutzrechte, die ZTE anmeldete, in den Jahren 1999-2009 entwickelte. Seit das Unternehmen 1999 erstmals geistiges Eigentum schützen ließ, haben sich die Anmeldungen stetig gesteigert und 2007 erstmals 5.000 Anmeldungen überschritten. Außerdem ist der Anteil der Patente an der Gesamtanzahl der Anmeldungen sehr hoch: Selbst 2007, als der Anteil der Gebrauchsmuster höher lag als in den Jahren zuvor, waren dennoch etwa 90% der Anmeldungen Patente. Bemerkenswert ist diese Tatsache deshalb, da Patente kosten- und forschungsintensiver sind als Gebrauchsmuster, dafür gewähren sie aber auch doppelt so lange Schutz.



    ZTE zählt zu den größten Patentanmeldern weltweit

    Mit rund 14.770 Schutzrechtsanmeldungen allein in China ist ZTE unumstritten einer der größten Patentanmelder Chinas. Doch auch im Ausland brachte das Unternehmen einige Schutzrechte zur Anmeldung. So ist Europa - gemessen an den Anmeldezahlen - ZTE's attraktivster Auslandsstandort. Dicht gefolgt von den USA mit insgesamt etwa 350 Schutzrechtsanmeldungen. Insgesamt ist bemerkenswert, dass die Anmeldezahlen erst in der letzten Periode (2007-09) extrem anstiegen. Dies gilt auch für die weltweit gültigen Schutzrechtsanmeldungen, die um 75% auf knapp 2000 Stück anstiegen. Sollte ZTE dem Trend folgen, wäre mit einer weiteren Steigerung in den kommenden Jahren zu rechnen. Ein Blick zur Konkurrenz (Huawei) lässt zudem auffällige Symmetrien erkennen.



    Quellen

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