Zoomlion setzt auf das gute Image deutscher Maschinenbauer

    Seit 1992 ca. 60% Umsatzsteigerung jährlich

    Zoomlion ist bei den mobilen Kränen die Nummer zwei in China, bei Turmkränen sogar Marktführer.
    Die Changsha Zoomlion Heavy Industry Science & Technology Development Co., Ltd, kurz Zoomlion, ist ein chinesischer Hersteller von Baumaschinen verschiedenster Art. Unter anderem für den Straßenbau, Entsorgungs- und Sanierungsmaschinen, Bulldozer und Bagger sowie Feuerwehrfahrzeuge. Der größte Teil des Umsatzes stammt jedoch aus dem Geschäft mit Beton-/Zementmaschinen.


    Nach eigenen Angaben konnte das Unternehmen seit seiner Gründung 1992 jährlich seinen Umsatz um etwa 60% steigern. 2010 wies das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr immerhin noch ein Wachstum von über 55% aus. Zoomlion profitiert außerdem von den Infrastrukturprojekten der chinesischen Regierung. So sollen bis 2016 insgesamt 36 Mio. neue, vom Staat geförderte Wohneinheiten entstehen. Allerdings drohen auf dem chinesischen Markt bereits Überkapazitäten, da sich das sonstige Wachstum abkühlt. Die internationale Expansion gewinnt dadurch zusätzlich an Bedeutung.

    Seit dem Jahr 2000 ist Zoomlion an der Börse in Shenzhen gelistet, seit 2010 außerdem an der Börse in Hongkong. Unter anderem stieg der bekannte Investor George Soros bei Zoomlion ein.

    Der Gang an die Börse in Hongkong brachte Zoomlion über EUR 1 Mrd. ein, die in die weitere Internationalisierung investiert werden soll.

    Wachstum geprägt von nationalen und internationalen Akquisitionen

    Bei seiner Wachstumsstrategie setzt Zoomlion vor allem auf Übernahmen.
    Schon in den 1990er Jahren wurden immer wieder chinesische Firmen übernommen und in das Unternehmen integriert. Neben dem Exportgeschäft erschließt Zoomlion seit längerem potentielle Märkte durch Übernahmen ausländischer Unternehmen.

    Schon seit der Übernahme des britischen Unternehmens Powermole und dessen Hauptsitz in Kent im Jahre 2001 ist Zoomlion in Europa vertreten. Seit der Übernahme des italienischen Betonmaschinenherstellers CIFA im Jahre 2008 hat Zoomlion außerdem Produktionsstätten in Italien und eine in den USA. Außerdem übernimmt Zoomlion mit CIFA den Marktanteil von 40% in Westeuropa. Weiterhin liefert Zoomlion seit 2009 auch Betonpumpen der eigenen Marke in die USA, Kräne folgten 2010; um die Finanzierung kümmert sich die Leasing-Abteilung Zoomlions, die ebenfalls vor Ort ist.

    Im Jahr 2011 ging Zoomlion gleich zwei Kooperationen mit ausländischen Kranherstellern ein. Der deutschen JOST Cranes GmbH und der indischen ElectroMech, Indiens größtem Anbieter von Industriekränen. Der Technologietransfer sowie die Reputation des deutschne Herstellers sollen Zoomlion bei seinem internationalen Erfolg unterstützen.

    Bisher kommen nur 5% des Gesamtumsatzes aus dem Ausland. Die Übernahmen und Kooperationen zeigen jedoch, dass sich Zoomlion mehr und mehr auch international durchsetzen will.

    50% Umsatz durch neue Technologien

    Zoomlion bleibt bei den F&E-Ausgaben hinter seinen Ankündigungen zurück.
    Zoomlions F&E-Abteilung umfasst in etwa 380 Mitarbeiter. Zwar erkennt Zoomlion die Bedeutung von F&E für den Erfolg seines Geschäftes, allerdings bleibt es bei den F&E-Ausgaben hinter seinen Ankündigungen zurück. Obwohl das Unternehmen eigenen Angaben zufolge 50% seines Umsatzes mit neuen Technologien macht, investiert es nur etwa 0,8% seines Umsatzes in F&E. Angekündigt waren 5%.

    Die nachfolgende Graphik zeigt die Anzahl der Shcutzrechtsanmeldungen nach Jahren. Betrachtet werden die Unternehmen Zoomlion ltd. (verantwortlich für etwa 70% aller Schutzrechtsanmeldungen), Powermole ltd. sowie die jüngste Aquisition Zoomlions, die CIFA spa. Auffällig ist einerseits der starke Abfall von Schutzrechtsanmeldungen 1999 um etwa 93%, als auch die enorme Steigerung 2009 um runde 100%. Letztere ist vor allem auf die hohe Anzahl an Gebrauchsmustern zurück zu führen. Gebrauchsmuster sind einfacher durchzusetzen und daher auch kostengünstiger. Der Schutzumfang ist dafür allerdings auch geringer als bei Patenten. Des Weiteren ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass über 90% aller Schutzrechte in China angemeldet wurden. Leidiglich eine sehr geringe Anzahl wurde in Europa, Australien und Süd-Korea durch die zwei Zukäufe, Powermole und CIFA, angemeldet.



    Quellen

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