Zhejiang Longsheng Group

    Der Weg zum größten Farbstoffhersteller Chinas

    Die Longsheng Group gehört zu den größten chinesischen Cemieunternehmen
    Die Zhejiang Longsheng Group entstand 1970 aus der Lihai Commune Microbe Insecticide Factory und produzierte ursprünglich Schädlingsbekämpfungsmittel. Während der nächsten Jahre wurde das Unternehmen mehrfach restrukturiert und umbenannt. Erst ab 1992 fokussierte sich Longsheng auf die Produktion von Farbstoffen und chemischen Zwischen- und Spezialprodukten. Heute gehört das Unternehmen zu den größten Farbstoffherstellern in China und gilt als relevanter Global Player. Longsheng beliefert hauptsächlich die Chemie- und Automobil- sowie die Textilindustrie im In- und Ausland. Mit seinen 8.000 Mitarbeitern betreibt das Unternehmen in etwa 100 Standorte sowie mehrere Forschungseinrichtung, beispielsweise ein nationales Technologiezentrum. Mit Kunden in mehr als 70 Ländern gehört Longsheng zu den 500 größten Privatunternehmen Chinas sowie zu den 100 größten Chemiekonzernen der Volksrepublik.

    Chinesisch-Indisches Joint Venture übernimmt Dystar

    Bereits im Jahr 2005 ging Longsheng eine Kooperation mit dem japanischen Chemie- und Farbstoffriesen Itochu ein und sammelte erste Erfahrung im Umgang mit einem der 500 größten Unternehmen der Welt. Ziel war es das eigene Unternehmen zu internationalisieren und neue Märkte zu erschließen. Doch von Erfolg geprägt war erst ein Deal, der 2009 eingefädelt wurde und im Jahr 2010 zur Übernahme des internationalen Farbstoffherstellers Dystar aus Deutschland führte. Dafür gründete Longsheng 2009 ein Joint Venture mit einem der größten Chemie- und Farbstoffkonzerne Indiens. Die Chinesen halten mit 60 Prozent der Unternehmensanteile die Mehrheit des Gemeinschaftsunternehmens Lonsen Kiri Chemical Industries mit Sitz in Indien. Im Februar 2010 kam es dann zur Übernahme der zu der Zeit insolventen Dystar durch eine in Singapur gegründete Holding von Lonsen Kiri Chemical Industries.

    Dystar - ein Unternehmen der deutschen Chemie-Riesen

    Als 1995 die Bayer AG, die Hoechst AG und Mitsubishi ein Gemeinschaftsunternehmen gründen entsteht Dystar. Spätestens als im Jahr 2000 die BASF sich an dem Unternehmen beteiligte wird Dystar zu einem einzigartigen Chemie- und Farbstoffkonzern. 2004 verkaufen die vier deutschen Chemiekonzerne ihre Anteile an Dystar an die amerikanische Investmentfirma Platinum Equity.

    In den nächsten Jahren wächst Dystar durch kleinere Akquisitionen. Die Hauptprodukte die entwickelt und gefertigt werden sind Farbstoffe sowie Services für die Textil- und lederverarbeitende Industrie. Im Jahr 2009 melden die deutschen Gesellschaften der Dystar Insolvenz an und schon wenige Monate später befindet sich das deutsche Chemieunternehmen in der Hand des indisch-chinesischen Joint Ventures. Damit kaufte sich der chinesische Mehrheitseigner nicht nur ein wertvolles Vertriebs- und Servicenetz mit 50 Vertretungen in allen wichtigen Märkten und allen Produktionsanlagen im In- und Ausland, sondern verschaffte sich Zugang zu innovativen und wichtigen Patenten und geistigem Eigentum. Die über 31 Landesgesellschaften unterstützen die Internationalisierungsstrategie des chinesischen Chemiegiganten als Brückenköpfe in den jeweiligen Märkten.

    Übernahme bringt Patente und prominente Kunden nach China

    Insgesamt stehen dem Joint Venture nun mehr als 21% der weltweiten Marktanteile zur Verfügung und mehr als 7.000 neue Kunden wurden akquiriert, unter anderem die Welt-Markenunternehmen Nike, Adidas, Wal-Mart und Levis. Der Käufer kündigte an, die Produktion an den vier deutschen Standorten nur noch wenige Jahre weiter laufen zu lassen, bevor alle Maschinen abgebaut und nach China und Indien verlagert werden sollen. Ebenso wurde der Unternehmenssitz nach Singapur verlegt, um Steuern zu sparen.

    Die Longsheng Group meldet seit 2004 regelmäßig Schutzrechte an. Typisch dabei ist der hohe Anteil an Patentanmeldungen. Zu beobachten ist, dass die Anmeldungen nahezu jährlich zu nehmen.

    Longsheng_Verteilung nach Jahren_Text

    Die Übernahme bringt Patente auf allen Weltmärkten

    Dystar besitzt mehr Schutzrechte in China als die Longsheng Group selbst
    Betrachtet man die regionale Verteilung der Schutzrechtanmeldungen fällt zunächst auf, dass die Longsheng Gruppe Patente nur in der Volksrepublik China anmeldet. Doch durch die Übernahme der deutschen Dystar entwickelte sich das Patentportfolio zu einem weltweiten Pool an Schutzrechten. So verfügt das Unternehmen über hervorragende Schutzrecht in Deutschland und den USA, sowie in Europa und Südkorea.

    Longsheng_Geografische Verteilung_Text

    Quellen

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