XCMG: Genau wie Sany und Zoomlion investiert nun auch der drittgrößte Maschinenbauer Chinas in Deutschland

    XCMG vertraut auf deutsche Partnerschaften

    Partnerschaft mit Liebherr und Schwing zur Sicherung europäischer Brückenköpfe.
    XCMG wurde 1989 in Xuzhou gegründet. Seit 1996 wird das Unternehmen an der Börse in Shenzhen gelistet. Zu den Produkten des erfolgreichen Baumaschinenherstellers zählen unter anderem Bagger, Kräne LKWs und Planierraupen. Schon früh begann man, Kontakte für ausländische Partnerschaften zu suchen. So wurden bereits seit 1995 Kooperationen mit dem größten Baumaschinenhersteller Caterpillar Inc. sowie der deutschen Liebherr Gruppe eingegangen.

    Im Juli 2012 beteiligte sich XCMG erstmals mehrheitlich an einem deutschen Unternehmen und erwarb 52% des Betonpumpenherstellers Schwing GmbH (Sitz in Nordrhein-Westfalen). Arbeitsplätze seien jedoch nicht gefährdet. Einer der Hauptgründe könnte das Sicherstellen von sogennanten Brückenköpfen im europäischen Raum sein. So folgte XCMG nun Zoomlion's (Erwerb von CIFA) und Sany's (Erwerb von Putzmeister) Vorbild. Noch im selben Monat begann das Unternehmen, ein 1,64 Hektar großes F&E-Zentrum in Krefeld (NRW) zu errichten. Somit seien nun die drei größten europäischen Betonpumpenhersteller unter chinesischer Führung. XCMG ist mittlerweile unter den Top zehn der größten Baumaschinenhersteller weltweit und einer der drei größten mit chinesischen Wurzeln (mit Sany und Zoomlion).

    Alle der drei größten chinesischen Maschinenbauer investierten in den letzten Monaten und Jahren in den Standort Deutschland. Sie sicherten sich somit nicht nur das technologische Know-how, sondern auch das gute Image der deutschen Igenieursarbeit und einen soliden Zugangspunkt zum europäischen Markt.

    In der letzten Anmeldeperiode stieg die Anzahl der Schutzrechte um beinahe 90%

    Die ersten Gebrauchsmuster meldete das XCMG im Jahr 2001 an. Doch erst seit 2005 gingen die Anmeldungen sprunghaft in die Höhe. Bei den deutlich forschungsintensiveren und aufwändigeren Patenten konnte man sogar erst ab 2006 signifikante Stückzahlen beobachten. Beachtlich ist unter anderem der Anstieg der Stückzahlen im Jahr 2009. Hier verdoppelten sich die Anmeldungen beinahe. Das Verhältnis von Gebrauchsmustern zu Patenten hält sich seit 2007 stabil bei etwa 2 zu 1.

    Die Schwing GmbH hingegen zeigt jedoch ein gegensätzliches Bild. Hier scheint der Höhepunkt der Schutzrechtsanmeldungen bereits seit 2006 überschritten zu sein. Die Anzahl neuer Patente und Gebrauchsmuster pendelte sich in den letzten Jahren auf durchschnittlich 8 Stück ein.



    Auch XCMG rüstet zum internationalen Wettlauf

    Die folgende Abbildung zeigt deutlich, dass XCMG nach wie vor nur in China selbst Schutzrechte zur Anmeldung brachte. Waren dies im Zeitraum von 2001-03 gerade einmal 17 Stück, so stieg die Anzahl im zuletzt untersuchbaren Zeitraum bereits auf beachtliche 387 Stück an. Dies könnte sowohl an der wachsenden Bedeutung von Schutzrechten in China liegen, als auch an einer sehr starken Forschungsentwicklung XCMG’s. Interessant ist hierbei der Vergleich zu dem mehrheitlich erworbenen Maschinenbauer Schwing. Schwing legt seinen Schutzrechtsfokus zwar auch auf seinen Heimatstandort, ist jedoch auch international gut vertreten. Somit könnte dieser Schachzug von XCMG auf den Wunsch nach einer stärkeren Internationalisierung schließen lassen.



    Quellen

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