Wuhan Iron and Steel Corporation

    WISCO ist eines der einflussreichsten Unternehmen Chinas

    WISCO gilt als eines der 39 "Backbone"-Unternehmen der chinesischen Wirtschaft
    Die Wuhan Iron and Steel Corporation (WISCO) wurde von der chinesischen Regierung gegründet und nahm 1955 die Produktion auf. Das Unternehmen gilt heute als eines der einflussreichsten chinesischen Unternehmen und produziert mit seinen über 80.000 Mitarbeitern rund 34 Millionen Tonnen Stahl im Jahr. WISCO ist der viertgrößte Stahlproduzent der Volksrepublik China.

    WISCO entwickelte eine Reihe wichtiger Stahlerzeugungs- und Verarbeitungskompetenzen. Das Produktportfolio umfasst heute drei Geschäftsbereiche. Zum einen die Eisen- und Stahlproduktion, Verkokungsprodukte sowie die Förderung von Eisenerz und anderen Ressourcen. Die weiteren Geschäftsbereiche umfassen Aktivitäten im Bereich High-Tech sowie in der internationalen Handels- und Logistikindustrie.
    WISCO zählt heute zu den „Top 10 Model Enterprises under Central Government of China“.

    1954 beginnt die chinesische Staatsregierung mit den Gründungsvorbereitungen von WISCO. Bereits nach acht Jahren laufender Produktion berichtet WISCO 1964 von einer jährlichen Stahlproduktion von zwei Millionen Tonnen.
    1978 erprobte das Unternehmen erstmalig das Kaltwalzverfahren und wurde zwei Jahre später eines der Pilot-Unternehmen zur Autonomisierung der chinesischen Wirtschaft.
    In den darauffolgenden Jahren erwarb WISCO mit der Zustimmung der Staatsregierung über elf Unternehmen und Minen. Mit dem Börsengang 1999 gilt das Staatsunternehmen als eines der 39 „Backbone“-Unternehmen der chinesischen Wirtschaft und damit als eines der einflussreichsten.

    Zur Zeit der Wirtschaftskrise beginnt die Internationalisierung

    Im Verlauf der Wirtschafts- und Finanzkrise begann WISCO mit intensiven internationalen Aktivitäten. Zunächst wurde eine kanadische Niederlassung gegründet. WISCO verhandelte über einen Premium-Zuliefervertrag mit dem amerikanischen Baumaschinenhersteller Caterpillar. Zudem wurden hunderte Schlüsselpersonen des Unternehmens zu Weiterbildungen in die USA geschickt. Ab 2010 kommt es dann zu einer massiven Internationalisierung und Ausweitung der Geschäftsaktivitäten. Zunächst kaufte WISCO die EBX Group, Brasiliens größtes Öl- und Eisenerzförderunternehmen. Es folgten Kooperationen mit zwei der größten chinesischen Stahlunternehmen, die Gründung des Jiangbei Research Institutes of WISCO, die Gründung der WISCO Academician and Experts Work Station sowie ein Handelsabkommen mit dem japanischen Handelskonzern Marubeni.

    Im September 2012 übernimmt WISCO ThyssenKrupp Tailored Blanks. Die ThyssenKrupp-Sparte ist ein bedeutender Partner für die Automobilbranche. Im Jahr 2011 verkaufte das Unternehmen rund 58 Millionen Teile an Automobilhersteller. Dabei stellt ThyssenKrupp Tailored Blanks maßgeschneiderte Platinen her, welche aus verschiedenen Werkstoffgüten und Blechdicken zusammengesetzt und mit Lasern verschweißt werden.
    Tailored Banks wurden von dem Stahlriesen ThyssenKrupp entwickelt, da dies die Herstellung größerer Blechplatinen ermöglichte, als dies zu dieser Zeit durch Walzverfahren möglich gewesen wäre. Zudem war es nun möglich Bauteile an lokale Belastungen anzupassen und so Gewicht und Fertigungskosten zu sparen. Die ThyssenKrupp-Sparte mit Hauptsitz in Duisburg stellt diese Platinen seit 1985 her und gilt mit einem Weltmarktanteil von rund 40 Prozent als führender Anbieter. Im Jahr 2011 lag der Umsatz bei rund EUR 700 Millionen.

    ThyssenKrupp-Umbau ermöglicht den Zukauf deutscher Kompetenz

    Durch die strategische Weiterentwicklung des ThyssenKrupp-Konzerns stand die Tailored Blank-Sparte zum Verkauf. Im Mai 2011 kündigte der Vorstand der ThyssenKrupp-Gruppe an, das Unternehmensportfolio zu optimieren und sich von Geschäften zu trennen, für die alternative Optionen strategisch und ökonomisch sinnvoller sind. Mit der Trennung von Tailored Blank wurde für rund 95 Prozent der zu veräußernden Geschäftsbereiche ein Verkauf abgeschlossen. WISCO übernimmt damit alle 13 Werke sowie die 950 Mitarbeiter weltweit.

    Quellen

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