TCL kauft insolvente Schneiderwerke

    Mit ausländischen Investoren auf Expansionskurs

    TCL zählt mittlerweile zu den größten Elektronikherstellern weltweit.
    TCL wurde 1981 in Shenzhen als staatliches Unternehmen gegründet. Die Produktpalette war sehr überschaulich und konzentrierte sich hauptsächlich auf Audio- und Videokassetten. Damals stand TCL noch für "Today China Lion", was nach der vollständigen Privatisierung durch ausländische Investoren jedoch schnell in "The Creative Life" geändert wurde. Unter der Leitung von Li Dongsheng wächst das Unternehmen seither rasant und zählt mittlerweile zu den größten Elektronikherstellern weltweit. TCL lässt sich offiziell in drei an der Börse notierte Gesellschaften aufteilen: Die TCL Corporation, gelistet an der Shenzhener Börse sowie die TCL Multimedia Technology Holding und TCL Communication Technology Holding, beide gelistet an der Hongkonger Börse. Produziert wird entsprechend in den Sparten Multimedia (TV, DVD-Player), Telekommunikation, sowie Unterhaltungselektronik. TCL beschäftigt derzeit über 60.000 Mitarbeiter in mehr als 80 globalen Niederlassungen und Betrieben, darunter 18 Forschungs- und Entwicklungszentren, 20 Herstellungseinrichtungen und mehr als 40 Vertriebsbüros.

    2012 betrug der Markenwert TCL's bereits über EUR 7,14 Mrd., womit sich das Unternehmen weiterhin auf Platz 1 der TV Marken in China hält.

    Auch deutsche Unternehmen gehören zu den Übernahmezielen des Giganten

    2002 übernahm TCL die insolventen Schneiderwerke.
    Das Wachstum von TCL ist geprägt durch internationale Übernahmen, vor allem im europäischen Raum. So begann man 2002 mit der Übernahme der insolventen Schneiderwerke. Schneider Technologies war als Hersteller von Unterhaltungselektronik im bayrischen Türkheim bekannt. Im Jahr vor der Übernahme beschäftigte das Unternehmen knapp 700 Mitarbeiter und verzeichnete einen Jahresumsatz von etwa EUR 230 Mio.

    Im Juli des Jahres 2003 verkündete der Vorsitzende Li Dongsheng öffentlich seinen "Drachen und Tiger Plan". Dieser sah vor, zwei globale, in Konkurrenz stehende Unternehmen ("Drachen") sowie drei führende Unternehmen innerhalb Chinas ("Tiger") zu etablieren. Doch damit nicht genug. 2004 übernahm TCL die Fernsehherstellersparte des französischen Elektronikkonzerns Thomson. Nach dieser Übernahme galt TCL lange Zeit als größter Fernsehhersteller der Welt. Des Weiteren folgte 2004 ein Joint Venture mit dem französischen Telekommunikationsunternehmen Alcatel (genannt "TAMP"), welches ein Jahr später komplett von TCL übernommen wurde.

    Immense Investitionen in F&E halten TCL an der Spitze

    Transformation and innovation, knowledge and action.
    Um seiner Philosophie "transformation and innovation, knowledge and action" gerecht zu werden, investiert TCL mit ca. EUR 220 Mio stark in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen unterhält rund 15 F&E-Zentren weltweit. Hier arbeiten etwa 4000 Fachkräfte auf gut 60.000 Quadratmetern.

    Betrachtet man nun nachfolgende Graphik zu den Schutzrechtsanmeldungen TCL's, fällt zunächst eine relative Stagnation zwischen den Jahren 1999 bis 2004 auf. Erst seit 2005 stiegen die Anmeldungen von Patenten und Gebrauchsmustern sprunghaft an. Bestimmt wird das Bild hierbei stets von den aufwändigeren Patentanmeldungen. Seinen innovativen Höhepunkt erreichte TCL 2008 mit rund 329 Anmeldungen. Bezieht man den Mittelwert in die Überlegungen mit ein, könnte man einen rückläufigen Trend bei den Schutzrechtsanmeldungen für die kommenden Jahre prognostizieren.



    Europa ist wichtigster Auslandsstandort - Deutschland im Fokus

    TCL ist nach wie vor fokussiert auf den chinesischen Markt. Dies zeigen die Anmeldezahlen der nachfolgenden Graphik sehr deutlich. Doch auch die stark gestiegenen, weltweit gültigen Anmeldungen fallen ins Auge. TCL ist offensichtlich zunehmend darauf bedacht, seine Innovationen auch außerhalb der Grenzen Chinas zu schützen. Dies ist - betrachtet man die chinesischen Konkurrenzunternehmen - ein noch eher seltener Trend. Wichtigster Auslandsstandort bleibt nach wie vor Europa. Hier spielt auch Deutschland eine wichtige Rolle, auch wenn hier in den letzten Jahren keine neuen Schutzrechte angemeldet wurden. In den Jahren 2001-03 meldete TCL 40% aller europäischen Schutzrechte in Deutschland an. In der Folgeperiode sogar 100%.



    Quellen

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