Suntech Power: der weltweit führende Spezialist für Photovoltaikanlagen interessiert sich für deutsche Automationstechnik

    Das erste chinesische Privatunternehmen mit einer Börsennotation in New York

    Suntech ist weltweit der größte Hersteller von Solarmodulen.
    Suntech Power wurde 2001 von Dr. Zhengrong Shi in Wuxi, China gegründet. 2005 wurde Suntech als erstes Privatunternehmen an der New Yorker Börse notiert. Heute ist Suntech mit über 20.000 Mitarbeitern, Niederlassungen in 13 Ländern, darunter 3 Unternehmenszentralen in Kalifornien, der Schweiz und China, weltweit der größte Hersteller von Solarmodulen. So finden sich Suntech Module unter anderem auf dem Kongresszentrum der Messe Stuttgart sowie auf zahlreichen Landwirtschaftsbetrieben und Wohnhäusern Deutschlands.

    Noch heute ist Suntech tief mit dem Fokus auf Forschung und Entwicklung verwurzelt und gehört folglich zu den innovativsten Unternehmen der Branche. Unterstützt wird Dr. Zhengrong Shi, einer der weltweit führenden Experten für Solartechnologie, von rund 350 Mitarbeitern, verteilt auf fünf Länder. Das Portfolio beinhaltet Photovoltaikanlagen für Wohnhäuser, Gewerbeobjekte, Agrarbetriebe sowie Energieversorger.

    2008 kauft Suntech die deutsche KSL Kuttler GmbH - 80% der Belegschaft werden freigestellt.

    EUR 54 Mio. für deutsches Know-how und Technologie
    Im Jahr 2008 kaufte Suntech das deutsche Unternehmen KSL Kuttler Automation Systems für einen Betrag von rund EUR 54 Mio. auf. Als Grund wurden unter anderem der Zugang zu Know-How und Technologie genannt. Suntech veranlasste zunächst die Freistellung von 80% der in Deutschland angestellten Mitarbeiter; nur die Entwickler und Servicekräfte – insgesamt 15 Leute – behielt man vor Ort. Nachdem die Verlagerung wichtiger Produktionsbereiche nach China 2010 nicht die gewünschten Erfolge brachte, entschloss man sich, den Standort Deutschland wieder aufzubauen. Derzeit beschäftigt der auf Technologieführerschaft ausgerichtete Automatisierungsspezialist Kuttler wieder über 60 Mitarbeiter. Die Zentrale in Dauchingen, Baden-Württemberg soll nun weitestgehend autonom operieren. Die Auftragsbücher füllt jedoch weiterhin größtenteils Suntech.

    Das Beispiel Suntech-Kuttler legt die Vor- und Nachteile chinesischer Investitionen gut dar. Auf der einen Seite können die Finanzspritzen aus dem Reich der Mitte helfen, angeschlagene deutsche Unternehmen zu sanieren. Auf der anderen Seite können Know-how-Abwanderungen und die vermeintlich günstigeren Standortbedingungen Chinas aber auch zu Nachteilen für heimische Arbeitnehmer führen.

    Suntech insolvent?

    Im März 2013 wurde bekannt, dass ein wichtiges Tochterunternehmen von Suntech, Wuxi Suntech, Insolvenz angemeldet hat. Dies stellt zunächst den Höhepunkt in der Zuspitzung um den Weltmarktführer dar, der kurz zuvor Forderungen in Höhe von über 400 Millionen Euro nicht bezahlen konnte. Zunächst berichteten asiatische wie europäische Medien, dass auch das Suntech-Mutterunternehmen in die Insolvenz geht. Diese Nachricht wurde von Unternehmenssprechern korrigiert.

    Auch Gebrauchsmuster werden immer beliebter unter den chinesischen Schutzrechten

    Sein erstes Patent brachte Suntech im Jahre 1999 zur Anmeldung. Die nächsten vier Jahre war jedoch kaum eine markante Steigerung zu beobachten. Erst ab 2005 begann das Unternehmen, die Anzahl seiner Schutzrechtsanmeldungen stetig um etwa 67% pro Jahr zu steigern. Beachtenswert ist hierbei, dass es sich hierbei nur um reine Patentanmeldungen handelt. Ein signifikanter Zuwachs von 208% ist im Jahr 2009 zu beobachten. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Suntech hier seine Schutzrechtstrategie auf einmal änderte und nun zum ersten mal in der Unternehmensgeschichte auch die günstigeren Gebrauchsmuster anmeldete. Diese Form von Schutzrechten ist zwar kostengünstiger und erfordert eine geringere Erfindungstiefe als Patente, jedoch verringert sich auch der Zeitraum des Schutzes.



    Europa als Markt mit starkem Wachstumspotential

    Bereits auf den ersten Blick lässt sich erkennen, dass der Schutzrechtsfokus Suntech's auf Asien liegt. Etwa 60% aller Patente und Gebrauchsmuster meldete Suntech in China an. Hinzu kommen noch die in Südkorea geltenden Schutzrechte, welche den zweitgrößten Anteil an den weltweiten Anmeldungen ausmachen. Doch auch Europa wird für Suntech zunehmend interessanter. In den letzten Jahren stieg hier die Anmeldequote um 400%, was auf das große Potential europäischen Know-hows schließen lässt. Auch Australien verzeichnete eine Steigerung der von Suntech angemeldeten Patente. Lediglich die Schutzrechtsanmeldungen in den USA scheinen zu stagnieren. Ob dies bereits auf einen Trend in der Photovoltaikindustrie hindeuten könnte?



    Quellen

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