Skyworth: Produzent für Mitsubishi, LG, Thomson, Philips und Co.

    Chinas Nummer zwei für Unterhaltungselektronik

    Bei Fernsehgeräten ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von 13% die Nummer zwei in China.
    Skyworth wurde 1988 als Hersteller für Fernbedienungen in Hongkong gegründet, 23 Jahre später hat sich daraus einer der größten Hersteller für Unterhaltungselektronik in China entwickelt. 2011 erwirtschaftete Skyworth EUR 2,4 Mrd. und beschäftigte über 23.000 Mitarbeiter.

    Mehr als 86% des Umsatzes auf dem chinesischen Markt stammen aus dem Geschäft mit Fernsehgeräten. Das zweite Standbein des Unternehmens sind Digitalempfänger; hiermit erwirtschaftet Skyworth immerhin noch gut 12% seines Umsatzes. Die restlichen Bereiche wie TV-Zubehör oder Autoelektronik-Zubehör tragen nicht nennenswert zum Umsatz bei.

    Eine der neuesten und stärksten Entwicklungen auf Chinas TV-Gerätemarkt ist der Boom der 3D-Fernsehgeräte. 2012 soll deren Marktanteil bereits bei etwa 25% liegen, etwa 10 Mio. 3D-TV-Geräte sollen bis dahin verkauft werden.

    Über 90% des Umsatzes kommen aus China

    Anti-Dumping-Gesetze machen Skyworth zu schaffen.
    Um die Internationalisierung voran zu treiben, wurde im Jahre 2000 die Skyworth Overseas Development Limited gegründet. Sie organisiert das Auslandsgeschäft und koordiniert die 40 Vertriebszentren und 176 Büros im Ausland.
    In Europa und den USA ist Skyworth vor allem als OEM (Original Equipment Manufacturer) oder ODM (Original Design Manufacturer) vertreten. Dabei hat Skyworth bereits für namhafte Kunden wie Mitsubishi, Hitachi, LG, Thomson oder Philips Produkte gefertigt.

    Zu Beginn und Mitte der 2000er Jahre litt Skyworth unter den Anti-Dumping-Gesetzen der EU und den USA, die nur eine gewisse Anzahl an TV-Importen erlaubten. Während viele Hersteller Fabriken in Osteuropa bauten, um diesen Gesetzen zu entgehen, entschied sich Skyworth für eine Konzentration auf andere Märkte. Dazu baute das Unternehmen zwei Produktionsstätten, eine in Mexico und eine in Russland. Der europäische Markt wurde erst mit der Entwicklung der Flachbildschirme wieder attraktiver, da diese keinen Einfuhrbeschränkungen unterliegen.

    Nur 8,9% des Gesamtumsatzes kommen aus dem Ausland.

    Neben TV-Geräten spielen sogenannte Set-Top-Boxen die wohl größte Rolle im Ausland. Diese Geräte können an einen Fernseher angeschlossen werden, um dadurch zusätzliche Funktionen zu erhalten (bspw. Receiver, DVD-Player).

    Aquisitionen waren bisher kaum Teil der Wachstumsstrategie

    Skyworth setzt vor allem auf organisches Wachstum ohne Übernahmen anderer Unternehmen.
    Skyworth setzt vor allem auf organisches Wachstum. Allerdings gab es schon im Jahr 2000 eine Kooperation mit ESS, einem amerikanischen Breitband-Anbieter. Ziel war es, gemeinsam den Markt für Breitbandnetzwerke zu entwickeln. Im Jahre 2005 unterschrieben Skyworth und Linux einen Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Entwicklung von digitalen TV-Systemen.

    Eine strategische Allianz ging Skyworth mit LG Display ein. Skyworth übernahm einen Anteil am Werk von LG Display in Guandzhou, welches LCD-Module für Skyworth und andere TV-Hersteller produziert. Zusammen investierten sie dann EUR 5,9 Mio. in eine F&E-Einrichtung in direkter Nähe zum Werk. Die Gründe dafür waren einerseits das enorme Wachstum des LCD-TV-Marktes in den vergangenen Jahren, andererseits die Abhängigkeit chinesischer Firmen von importierten LCD-Modulen ausländischer Lieferanten. Durch die vertikale Integration von vorgelagerten Unternehmensprozessen ist man nicht mehr von Zulieferern und deren Produkten abhängig.

    Fokus bleibt China; doch der Expansionswunsch wächst

    Schon seit seiner Gründung investiert Skyworth eigenen Angaben zufolge jährlich etwa 4-5% seines Umsatzes in F&E.
    In der folgenden Abbildung ist zu sehen, dass Skyworth erst seit 2002 Patente oder Gebrauchsmuster anmeldet und so sein geistiges Eigentum schützt. Seit den ersten Aktivitäten allerdings entwickelt sich die Anzahl der Anmeldungen von Schutzrechten sprunghaft. Im Jahr 2003 stieg die Anzahl der Anmeldungen stark an. Der nächste Sprung ist zwischen 2005 und 2006 zu erkennen, als sich die Anzahl der angemeldeten Schutzrechte mehr als verdoppelt. 2008 erreichen die Schutzrechtsanmeldungen mit einer Anzahl von etwa 260 Stück zunächst Ihren Höhepunkt, um sich ein Jahr später auf einem Niveau von etwa 200 Anmeldungen einzupendeln. Erwähnenswert ist noch der Anteil der Patente an der Anzahl der gesamten Anmeldungen: Dieser beträgt seit 2003 mindestens 50%, allerdings lässt sich ein Trend hinsichtlich einer Zunahme der Gebrauchsmuster erkennen. Alle Schutzrechte wurden bisher in China angemeldet, doch auch Skyworth möchte den internationalen Markt erobern.



    Quellen

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