Die Sinphar Gruppe – ein taiwanesischer Biotechnologiekonzern sucht deutsche Partnerschaft

    Deutschland vs. Taiwan: Zwei kooperierende Pharmakonzerne unter der Lupe

    Deutsch-taiwanesische Forschungs- und Vermarktungspartnerschaft führt zu neuem Erfolg.
    2012 gingen sie eine Forschungs- und Vermarktungspartnerschaft ein, um gemeinsam die Entwicklung den tumorhemmenden Wirkstoff „EndoTAG®-1“ voran zu treiben. Es handelt sich um die deutsche Medigene AG sowie die taiwanesische Sinphar Gruppe (bzw. deren Tochter SynCore Biotechnology). Sinphar wurde bereits 1977 in Taiwan gegründet. In den folgenden 25 Jahren gründete und akquirierte das Unternehmen noch drei weitere Unternehmen und wurde schließlich zur Sinphar Gruppe. Das Produkt- und Serviceportfolio ist sehr breit gegliedert, zu den wichtigsten Produkten zählen chemische sowie pflanzliche Arzneimittel, Ernährungszusätze und Hautpflegeprodukte. 2008 gründete Sinphar ihr neuestes Joint Venture – zu gleichen Teilen mit dem National Health and Research Institut Taiwan. SynCore’s Aufgabe soll es nun sein, moderne Medikamentenherstellung mit innovativer Biotechnologie zu kombinieren. Hierfür werden besonders internationale Partnerschaften gesucht, um stets auf dem neuesten Stand der Technik zu sein.

    Die Medigene AG, ein börsennotiertes Biotechnologieunternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München konzentriert sich auf die klinische Erforschung und Entwicklung innovativer Medikamente gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen. Das Unternehmen wurde 1994 aus dem Münchner Genzentrum gegründet und seit Juni 2000 an der Börse Frankfurt gelistet. Der Vertrieb seiner Produkte erfolgt über sogenannte Vermarktungspartnerschaften. So zum Beispiel auch im Fall „EndoTAG®-1“. Während SynCore die Lizenzen für Asien, Australien und Neu Seeland erhielt, behielt sich Medigene die Verkaufsrechte für Europa, USA und alle restlichen Länder vor.

    Zwei forschungsintensive Biotechnologieunternehmen im Vergleich

    Obwohl beide Unternehmen ihren Erfolg auf intensive Forschung stützen, wir bei der nachfolgenden Betrachtung von Schutzrechtsanmeldungen während der der Jahre 1998 – 2009 schnell der Unterschied zwischen westlicher und asiatischer Wirtschaftskultur deutlich. So meldete die Sinphar Gruppe insgesamt gerade einmal 34 Patente an. Die deutsche Medigene dagegen brachte über 361 Patente zur Anmeldung. Gebrauchsmuster sind aufgrund des geringeren Schutzes und der von Grund auf vorhandenen Forschungstiefe nicht besonders verbreitet. Auffallend ist, dass 2009 bei beiden Unternehmen die Anmeldungen stark abfielen – und Sinphar nun sogar geringfügig höhere Stückzahlen vorweisen konnte. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass alte Patentzahlen nicht zwingend auf den Forschungserfolg schließen lassen, sondern eher auf einen Wandel im Schutzrechtssystem. Asien orientiert sich langsam aber sicher am Westen, wenn es um den Schutz geistigen Eigentums geht.

    Sinphar

    Sinphar

    Medigene

    Medigene

    Nahezu jedes Land der Welt ist betroffen

    Geographisch ist die Verteilung relativ eindeutig. Galten die ersten Schutzrechte ausschließlich in Süd Korea, so wendete man sich die folgenden Jahre vollständig von diesem Standort ab. Alle weiteren Schutzrechte gelten seitdem nur noch in China selbst. Mit der Gründung der deutschen Jade Werke GmbH sollten jedoch bald auch in Deutschland neue Schutzrechtsanmeldungen folgen.

    Aufgrund von lückenhaften Daten (etwa 50%) Biotechkann folgende Graphik als repräsentative Veranschaulichung dienen.
    Sinphar

    Sinphar

    Medigene

    Medigene

    Quellen

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