Shenyang Heavy Machinery Group: Ein Gigant im Tunnel- und Bergbau

    Chinesisches Traditionsunternehmen geht in Staatskonzern auf

    Die Shenyang Heavy Machinery Group (SHMG) wurde im Jahr 1937, ursprünglich unter dem Namen Sumitomo Shenyang Plant, als erstes Schwermaschinenunternehmen in China gegründet. Mitte der 90er Jahre wurde das Unternehmen im Zuge einer Restrukturierung in Shenyang Heavy Machinery Group umbenannt und besteht heute aus insgesamt 11 Subunternehmen.

    Hauptgeschäftsfelder: Tunnel- und Bergbau

    Im Jahr 2006 ging die SHMG in einem Joint Venture mit der noch älteren Shenyang Mining Machinery Group in der staatlichen Northern Heavy Industry Group (NHI) auf. Die NHI gehört 2009 zu den 500 größten chinesischen Unternehmen. Die Shenyang Heavy Machinery Group ist hauptsächlich in den Geschäftsbereichen Tunnelbauequipment, Hüttentechnologie, Bergbauindustrie, Kohleförderung, Hafenindustrie und Umweltschutz aktiv. Die Lösungen und Produkte wurden bereits in mehr als 80 Ländern verkauft. Nach Angaben des Unternehmens werden circa 9.400 Mitarbeiter beschäftigt, davon circa 1.400 Ingenieure.

    Der Versuch deutsche Spitzentechnologie nach China zu holen war nur bedingt erfolgreich

    Im Jahr 2007 wurde die Shenyang Heavy Machinery Group Hauptgesellschafter des deutschen Traditionsunternehmens Wirth Tunnelbohrmaschinen, welches zu diesem Zeitpunkt Eigentümer der französischen NFM Technologies war. 70 Prozent der Wirth-Anteile gingen an das chinesische Unternehmen, die restlichen 30 Prozent blieben weiterhin in Wirth-Besitz.

    Das Unternehmen Wirth entstand 1916, nachdem Alfred Wirth die Maschinen- und Bohrgerätefarbik Erkelenz kaufte. Er führte das Unternehmen 17 Jahre lang durch die wirtschaftlich schwierigen Nachkriegsjahre. Aber auch nach dem Tod Alfred Wirths 1933 entwickelte sich das Unternehmen einzigartig gut und etablierte sich durch die Perfektionierung einer neuartigen Bohrmethode - dem Rotary-Bohrverfahren - nachhaltig am Markt.

    Bereits im Jahr 2005, zwei Jahre vor dem Einstieg der Chinesen, war ein Joint Venture zwischen SHMG, NFM Technologies und Wirth gegründet worden, um Tunnelbohrmaschinen für den chinesischen Markt zu entwickeln. Während SHMG 52% der JV-Anteile hielt, operierte Wirth weiterhin auf den eigenen Märkten mit einem eigenen Geschäftsmodell – ganz im Gegensatz zu NFM Technologies. NFM spezialisierte sich auf die Entwicklung der Kernelemente wie Bohrköpfe und die Hauptantriebe während diese Teile dann von SHMG in China gefertigt werden.

    Schon zwei Jahre später trennte sich Wirth vom chinesischen Investor und wurde Teil der norwegischen Aker Solution. Zu den Kernkompetenzen der Aker Wirth gehören heute vor allem Tunnelbohrmaschinen und Maschinen zum Gründungsbau für Infrastruktur-Projekte, Kernkomponenten für die Erdöl- und Erdgas-Industrie sowie Pumpensysteme für den Bergbau und die verarbeitende Industrie.

    Quellen

    Sorry, you can not to browse this website.

    Because you are using an outdated version of MS Internet Explorer. For a better experience using websites, please upgrade to a modern web browser.

    Mozilla Firefox Microsoft Internet Explorer Apple Safari Google Chrome