Joyson: Der chinesische Marktführer im Bereich der Automobilelektronik

    Der chinesische Marktführer macht den Schritt nach Europa

    Mit dem Einstieg bei der deutschen Preh GmbH sichert sich Joyson neben Spitzentechnologie auch den Zugang zur europäischen Automobilindustrie.
    Im Jahr 2004 wurde Joyson als privates Unternehmen im chinesischen Ningbo gegründet. Das Unternehmen entwickelt Zulieferteile für die Automobilindustrie wie Ansaugkrümmer, Lüftungsdüsen, Audio- und Entertainmentsysteme, Sensorsysteme, elektronische Steuereinheiten und Klimaanlagensteuerungen.
    Seit 2006 beliefert Joyson unter anderem Volkswagen, General Motors und Ford.

    Durch die konsequente Umsetzung des strategischen Plans durch das Management entwickelte Joyson nicht nur seine Designfähigkeiten weiter, sondern vor allem verbesserte man die Qualität enorm. Schon 2008 gehört Joyson damit zu den größten Automobilzulieferern Chinas und ist heute chinesischer Marktführer.

    Im Jahr 2011 übernahm Joyson die Mehrheit an der deutschen Preh GmbH nachdem bereits ein Jahr zuvor ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet worden war. Das im August 2010 gegründete Joint Venture fokussierte sich auf den chinesischen Markt.

    Die Preh GmbH ist eine weltweit tätige Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Bad Neustadt an der Saale in Bayern. Als Automobilzulieferer fertigt Preh Fahrerbediensysteme im Interieur, Sensorsysteme und Steuergeräte. Darüber hinaus entwickelt und produziert der Bereich Preh Innovative Automation (PIA) Systemlösungen für Montage- und Fertigungsanlagen, vorwiegend für Automobilzulieferer. Rund 3.000 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Deutschland, Portugal, Rumänien, Mexiko, den USA und in China.

    Trotz des dramatischen Einbruchs der globalen Automobilkonjunktur im Jahre 2008 entwickelte sich die Preh GmbH vergleichsweise stabil. Daraufhin erwarb Joyson rund 75% der Preh-Anteile. Die bisherigen Mehrheitsgesellschafter, die Deutsche Beteiligungs AG und das Management bleiben mit 25% beteiligt.

    Der Grund für die Mehrheitsbeteiligung liegt für Joyson neben der Sicherung von Spitzentechnologie vor allem darin sich den Zugang zur europäischen Automobilindustrie zu sichern. Mit dem Erwerb sollte ein wachsendes Technologieunternehmen entstehen, das als Automotive-Spezialist über beste Marktzugänge in Europa, den USA und China verfügt. Die gesellschaftsrechtliche Verbindung der beiden Unternehmen ermöglicht eine konsequentere Nutzung der Marktpotenziale beider Unternehmen. Gleichzeitig wird die Eigenkapitalquote von Preh durch eine Kapitalerhöhung gestärkt und erreicht laut Preh eine Quote von mehr als 40 Prozent. Die Geschäftsführung der Preh GmbH führt weiterhin die weltweiten Aktivitäten von Joyson und Preh in der Automobilelektronik von Deutschland aus.

    Mehrheitsbeteiligung bei Preh sichert Zugang zu Technologie

    Als chinesischer Marktführer begann Joyson erst im Jahr 2008 mit der Anmeldung von Schutzrechten. Dabei fällt auf, dass ausschließlich Gebrauchsmuster angemeldet werden. Gebrauchsmuster sind aufgrund ihrer niedrigeren Erfindungstiefe einfacher und kostengünstiger anzumelden. Im Gegensatz zum Patent schützen Gebrauchsmuster die Erfindung allerdings nur 10 Jahre.
    Durch die Mehrheitsbeteiligung an der Preh GmbH sichert sich Joyson Zugang zu High-End-Technologie aus Deutschland. Seit 2004 meldete Preh 385 Schutzrechte an. Dabei handelte es sich nahezu ausschließlich um Patente. Mit durchschnittlich mehr als 60 Anmeldungen pro Jahr übertrifft der deutsche Automobilzulieferer die Anmeldungen Joysons um mehr als das Fünffache.



    Beste Marktzugänge in Europa, USA und China

    Joyson sichert sich nicht nur Zugang zu Technologie aus Deutschland, sondern erschließt mit der Mehrheitsbeteiligung zudem den europäischen Automobilzulieferermarkt. Mit knapp 600 Schutzrechten erarbeitete sich Preh in den letzten 15 Jahren eine einzigartige Marktposition, vor allem in der europäischen Automobilindustrie.
    Joyson hat nun Zugriff auf Prehs Technologie, die mit 120 Schutzrechten weltweit, 100 Schutzrechten in Europa und in etwa 280 Schutzrechten in Deutschland geschützt ist. Die gesellschaftsrechtliche Verbindung der beiden Unternehmen ermöglicht nun eine einzigartige Marktbearbeitung mit besten Marktzugängen in Europa, den USA und China.



    Quellen

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