Huapeng Trading – eine chinesische Vertriebstochter mit deutschen Wurzeln

    Deutschland als Tor nach Europa

    Jiang Zhou glaubt fest an deutsches Know-how.
    Eines der ersten chinesischen Unternehmen, das an dem neuen Trend der Direktinvestitionen in Deutschland partizipierte ist die Huapeng Trading GmbH in Hamburg, ein Tochterunternehmen der Shanghai Huasheng Enterprises Group. Diese ist mit 3300 Mitarbeitern chinesischer Marktführer für Druckgasflaschen. Die Huapeng Trading GmbH mit Sitz in Hamburg wurde als Vertriebstochter gegründet, um den deutschen Markt gezielter anzusprechen. Dies ist vor allem für den Mart von High-end Produkten von Bedeutung, da hier neben Qualität auch schnelle Lieferzeiten gefragt sind. Für den Geschäftsführer Jiang Zhou ist Deutschland kein Neuland mehr. Er hatte bereits in Heidelberg Wirtschaft studiert und glaubt nach wie vor fest an das technologische Know-how und die Stabilität des deutschen Marktes.

    Als der deutsche Marktführer für Druckgasflaschen – die Welz Gas Cylinder GmbH in finanzielle Probleme geriet, nutzte Jiang Zhou die Gunst der Stunde. Er übernahm die in brandenburgischen Rathenow sitzende Welz GmbH im Jahr 2003 mit samt seinen 45 Mitarbeitern. Entgegen vieler Befürchtungen wurde die Produktion jedoch nicht nach China verlagert, wo Löhne und Produktionskosten deutlich niedriger sind, sondern an ihrem alten Standort in Brandenburg belassen.

    Jiang Zhou führte die deutsche Welz GmbH nach der Übernahme nicht nur zurück in die schwarzen Zahlen – er plant ebenfalls weitere Expansionen. Angeblich verhandelt er derzeit mit bis zu fünf weiteren Übernahmekandidaten.

    Das Jahr 2009 wird zum innovativen Höhepunkt

    Bei der Betrachtung der Schutzrechtsanmeldungen macht es durchaus Sinn, die Analyse auf den Mutterkonzern auszuweiten. Huapeng selbst meldete zwar auch eigene Patente und Gebrauchsmuster an, jedoch nur in sehr geringer Stückzahl. Zudem deckt sich das Hauptgeschäft der Shanghai Huasheng Enterprises Group mit dem der deutschen Welz Gas Cylinder GmbH, was potentielle Rückschlüsse für andere Unternehmend er Branche zulässt.

    Bei einem Blick auf die Graphik fällt auf, dass Schutzrechte erst relativ spät (2003) das erste Mal zur Anmeldung gebracht wurden. Konzentrierte man sich anfangs noch auf reine Patente, ist in den darauffolgenden Jahren ein Wechsel hin zu den kostengünstigeren Gebrauchsmustern zu erkennen. Erst 2008 folgen neue Patentanmeldungen. Des Weiteren ist eine deutliche Steigerung der Stückzahlen zu beobachten. 2009 erreichen die Anmeldezahlen Spitzenwerte – jedoch lässt sich auch hier wieder deutlich der Umschwung von Patenten zu Gebrauchsmustern erkennen.

    Huapeng_Verteilung nach Jahren_Text

    Von China in die Welt

    Betrachtet man die nachfolgende Graphik wird schnell deutlich, dass der Schutzrechtsfokus nach wie vor auf China liegt. Dem aktuellen Trend folgend ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass bald auch europäische, wenn nicht sogar deutsche Anmeldungen verzeichnet werden könnten.

    Huapeng_Geografische Verteilung_Text

    Quellen

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