Die Qingdao Hisun Garment Group – nicht alle Übernahmen glücken

    GITEC GmbH - Vom Weltmarktführer in die Insolvenz

    Auch die chinesischen Investitionen konnten den einst erfolgreichen Webmaschinenbauer nicht retten.
    Deutschland: 1878 gründete Herrmann Grosse die Grosse International Technology GmbH (GITEC) in Neu-Ulm. Bekannt wrde das Unternehmen hauptsächlich durch seine Jacquard Webmaschinen, deren Qualität weltweiten Ruhm erlangte. Aufgrund von Absatzschwierigkeiten sah sich der ehemalige Weltmarktführer im Jahr 2001 jedoch gezwungen, Insolvenz anzumelden. Vier Jahre lang suchte man nach einem passenden Käufer. 2005 fand man schließlich einen Investor, der den Willen vermuten ließ, GITEC wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Es handelte sich um die Hisun Group, einen chinesischen Maschinenbauer. Der Tochterkonzern, die Qingdao Hisun Garments Group, einer der 100 größten Textilhersteller Chinas, investierte in das kleine Familienunternehmen aus Neu-Ulm. Mit über 13.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von weit über EUR 80 Mill. wirkt das chinesische Unternehmen beinahe gigantisch im Vergleich zu den 65 Mitarbeitern und den EUR 10 Mill. Umsatz der GITEC. Eigentlich gute Chancen, für einen Neuanfang – zunächst dachte man, beide Unternehmen könnten profitieren. Die Chinesen übernehmen deutsches Know-how sowie Technologie im Bereich von Jacquard Webmaschinen und statten die GITEC im Gegenzug mit den nötigen Betriebsmitteln aus.

    Doch dann kam alles anders als erwartet. Trotz einer fünfjährigen Standort-Erhaltungsgarantie seitens Hisun, konnte GITEC nicht mehr an den alten Erfolg anknüpfen. Ende 2009 – relativ kurz nach Ende der Fünf-Jahresfrist meldete GITEC zum wiederholten Mal Insolvenz an. Seitens des Insolvenzverwalters Hans-Jörg Derra war bei der Übernahme jedoch ein klarer Wille zur Fortführung der GITEC zu erkennen.

    Schutzrechte entstammen hauptsächlich dem pharmazeutischen Bereich der Hisun Group

    Wie der nachfolgenden Graphik zu entnehmen ist, wurden Patente im Jahr 2003 zum ersten Mal zur Anmeldung gebracht. Besonders interessant ist die symmetrische Verteilung, die jeweils im zweijahres-Rhythmus ansteigt. Erst 2009 ist ein Rückgang um XX Prozent zu beobachten. Vom den günstigeren, weniger forschungsintensiven Gebrauchsmustern wurde bis heute noch kein Gebrauch gemacht.

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    Internationalisierung wird zum neuen Trend unter chinesischen Unternehmen

    Analysiert man die geographische Verteilung der Schutzrechtsanmeldungen, wird schnell deutlich, dass Hisun auch auf dem internationalen Markt Fuß fassen will. Meldete der Konzern 2001-03 noch Patente an, die nur in China selbst Gültigkeit besaßen, so wurden 2004-06 bereits erste europäische Schutzrechte angemeldet. In der letzten Periode, 2007-09, besaßen bereits über 14 Prozent der Anmeldungen weltweite Gültigkeit, rund 5 Prozent wurden in den USA sowie Süd Korea angemeldet.

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    Quellen

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