Jiangsu Hantong Group investiert EUR 50 Mio. in die norddeutsche Jade-Bay-Region

    Ein chinesischer Mischkonzern investiert in Umweltschutz

    In der Windkraftbranche ist Norddeutschland ein interessanter Standort.
    Mit der Gründung der Nantong Ocean Water Conservancy Engineering 1998 wurde der erste Grundstein für Die Jiangsu Hantong Gruppe (JHG) gelegt. Das Unternehmen beschäftigte sich hauptsächlich mit Hafen- und Wasserstraßenanlagen entlang des Yangtze Flusses. In Erwartung eines Mangels an neuen Aufträgen wurde 2003 wurde die Jiangsu Hantong Heavy Industry gegründet. 2011 begab man sich letztendlich unter das Dach der JHG, die eigens zum Zweck der Ressourcenkonsolidierung und Synergiehebung geschaffen wurde. Sie umfasst mittlerweile noch 4 weitere Unternehmen und deckt somit die Bereiche Infrastruktur, Marine, Offshore, erneuerbare Energien sowie Schiffbau und Hotels ab. Auch in Bezug auf Umweltschutz versucht JHG mit der Initiative „Green Future“ eine Vorbildrolle einzunehmen.

    Neben dem Maschinenbau und der Automobilbranche ist die Umwelttechnik mittlerweile eine gesuchte Investitionsbranche für chinesische Unternehmen. Gerade in der Windkraftbranche ist Norddeutschland somit ein interessanter Standort. Schließlich unterhält Wilhelmshaven seit 1992 eine Partnerschaft mit der chinesischen Hafenstadt Qingdao. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die Hantong Gruppe hier engagiert. Die 2012 gegründete Jade Werke GmbH - eine hundertprozentige Tochter JHG’s – hat bereits große Pläne: EUR 50 Mio. Möchte man in der Jade-Bay-Region investieren, um die Fundamente für rund 15.000 neue Windkraftanlagen zu errichten. Dieses Vorhaben lockt nicht nur weitere Investoren an, es lässt auch etwa 200 neue Arbeitsplätze entstehen.

    Laut eigenen Angaben versteht sich die Jade Werke GmbH „als Teil einer ‚International Supply Chain‘ für den Offshore Windenergiemarkt.“ Die bezieht sich vor allem auf die verschiedenen Fundamenttypen, die die Firma bereitstellt.

    Innovationskraft - keine klare Strategie erkennbar

    Betrachtet man die Anmeldezahlen an Patenten und Gebrauchsmustern der vergangenen Jahre ergibt sich ein sehr zerstückeltes Bild. Die ersten Schutzrechte brachte die Hantong Gruppe 1999 zur Anmeldung. Im Jahr 2001 ist dann ein starker Rückgang zu bemerken, ein Jahr später wird die Anmeldung weiterer Schutzrechte sogar völlig eingestellt. Bis auf das Jahr 2003 bleibt es zunächst auch dabei. Auffallend ist die konstante Zahl der Schutzrechte (jeweils 3 Stück). 2008 erfolgt dann erneut ein großer Sprung. Auf einen Schlag meldete JHG mehr Schutzrechte an, als in den gesamten Jahren zuvor. Ein Jahr später dann wieder Zurückhaltung – hier lässt sich schwerlich eine klare Struktur oder gar Strategie ableiten.

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    Sind bald auch deutsche Schutzrechtsanmeldungen zu erwarten?

    Geographisch ist die Verteilung relativ eindeutig. Galten die ersten Schutzrechte ausschließlich in Süd Korea, so wendete man sich die folgenden Jahre vollständig von diesem Standort ab. Alle weiteren Schutzrechte gelten seitdem nur noch in China selbst. Mit der Gründung der deutschen Jade Werke GmbH sollten jedoch bald auch in Deutschland neue Schutzrechtsanmeldungen folgen.

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    Quellen

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