Goldwind: Chinas größter Windturbinenhersteller expandiert nach Deutschland

    Goldwind kauft deutsche Technologie

    Mehrheitsbeteiligung an der deutschen VENSYS Energy sichert Technologiezugang und mittelfristig Markteintrittsvorteile.
    Goldwind ist ein internationaler und breit aufgestellter Windturbinenhersteller mit Hauptsitz in Peking. Goldwind wurde 1998 unter den Namen Xinjiang New Wind gegründet, 2001 in Goldwind Science & Technology umbenannt und hat heute Standorte auf der ganzen Welt. Goldwind ist mit ca. 4.600 Mitarbeitern der größte chinesische Windturbinenhersteller und damit die Nummer drei weltweit.

    Mit F&E-Mitarbeitern vorallem in China und Deutschland schaffte es Goldwind der größte Anbieter von „direct drive“-Turbinen zu werden und ist damit auf dem besten Weg ein international etablierter Anbieter weitreichender Windpark-Lösungen zu werden. Dabei fokussiert sich das Unternehmen nicht nur auf die Entwicklung und Produktion von Windturbinen, sondern erweitert sein Produktangebot über Service- und Wartungsdienstleistungen, Finanzierungslösungen, Vertragsmanagement bis hin zum Betrieb von Windparks. Goldwind Science & Technology ist sowohl an der Börse Hongkong als auch der Börse Shenzhen gelistet.

    Im Jahr 2006 wurde das deutsche Tochterunternehmen Goldwind GmbH gegründet und zwei Jahre später die Mehrheit der deutschen VENSYS Energy GmbH erworben. VENSYS war zu diesem Zeitpunkt einer der Technologieführer im Bereich der getriebelosen Windturbinen und arbeitete bereits über Jahre hinweg mit Goldwind über Lizenzvereinbarungen zusammen.

    Großer Anteil der Schutzrechte in Europa stammen von VENSYS Energy

    Bis zum Jahr 2003 waren keinerlei Schutzrechtsaktivitäten von Goldwind feststellbar. Erst in den Jahren 2004/05 meldete Goldwind, zu diesem Zeitpunkt bereits chinesischer Marktführer, das erste Patent und die ersten drei Gebrauchsmuster an.

    Kurz bevor im Jahr 2008 die deutsche VENSYS Energy GmbH, einer der Technologieführer der getriebelosen Windturbinen, übernommen wurde, verdoppelten sich die Schutzrechtsanmeldungen. Auch in den Folgejahren stieg die Anzahl der Schutzrechtsanmeldungen vor allem im Bereich der Patente. Die ähnliche Anzahl Anmeldungen von Schutzrechten in den letzten beiden Jahren lässt darauf schließen, dass sich das Level der Anmeldungen stabilisieren wird.





    Schutzrechtsanmeldungen hauptsächlich in China

    Die folgende Abbildung zeigt deutlich, dass Goldwind nach wie vor fast nur in China selbst Schutzrechte zur Anmeldung brachte. Dies ist in sofern erklärbar, als das Goldwind's Fokusmarkt, sowohl in der Vergangenheit als kurz- bis mittelfristig China ist. Goldwind's europäische Marktanteile sowie die Beteiligung an der Vergabe europäischer Windparkprojekte für die Zukunft sind vernächlässigbar.

    Nichtsdestotrotz muss langfristig mit dem Eintritt auf den europäischen und deutschen Markt gerechnet werden. Dafür spricht die eintretende Sättigung des chinesischen Marktes, der dadurch entstehende Preisdruck sowie die Attraktivität der europäischen Märkte für erneuerbare Energien, die Konsolidierung des europäischen Marktes für Windturbinenhersteller sowie das sich verändernde Windparkprojektgeschäft.



    Quellen

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