EganaGoldpfeil: Eine Luxusmarken-Holding mit über 30 bekannten Marken meldet Insolvenz an

    Nach der Fusion sammelt EganaGoldpfeil deutsche Luxusmarken

    Egana wurde von dem deutschen Auswanderer Hans-Jörg Seeberger in Hongkong gegründet.
    1856 gründete die Familie Krumm ein Unternehmen für Luxus-Lederwaren in Offenbach am Main. Bereits 1920 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und nach dem Luxuszug „Golden Arrow“ zu Goldpfeil umfirmiert. In den 1990er Jahren geriet das Unternehmen schließlich in eine Absatzkrise und sah sich gezwungen 1998 mit der chinesischen Egana Gruppe zu fusionieren. Egana wurde von dem deutschen Auswanderer Hans-Jörg Seeberger in Hongkong gegründet und entwickelte sich nach der Fusion mit Goldpfeil zu einer Holding Gesellschaft für Luxusartikel jeglicher Art. So übernahm EganaGoldpfeil in den weiteren Jahren noch andere erfolgreiche deutsche Unternehmen wie den Uhrenhersteller Junghans (2000), oder den Schuhersteller Salamander (2005). Insgesamt hielt die EganaGoldpfeil Holding 2008 über 30 bekannte Marken, unter anderem auch Joop!, Puma Time, Esprit und Mexx.

    Doch der Erfolgszug Eganas hielt nicht lange an – zumindest für den europäischen Teil. Bereits 2008 geriet die Egana Goldpfeil Europe (Holdings) GmbH in finanzielle Schwierigkeiten. Grund seien Probleme mit den chinesischen Zoll- und Steuerangelegenheiten gewesen. Noch im selben Jahr meldete die Gesellschaft Insolvenz an. Die bisherigen Marken wurden verkauft und größtenteils als unabhängige Marken weitergeführt.

    Die Insolvenz des europäischen Teils der EganaGoldpfeil Holding hatte auch weitreichende Folgen für die angehörigen deutschen Gesellschaften. So musste zum Beispiel ein Jahr darauf auch die Luxusuhrenmarke Junghans Insolvenz anmelden.

    Eine repräsentative Darstellung der Schutzrechtsanmeldungen EganaGoldpfeils

    Um im Folgenden die Schutzrechtsanmeldungen genauer zu analysieren müssen zunächst ein paar Anmerkungen gemacht werden: Zu aller erst ist zu beachten, dass es sich bei der EganaGoldpfeil Gruppe um eine Holdinggesellschaft handelt. Dies bedeutet, dass EganaGoldpfeil selbst keine Patente und Gebrauchsmuster zur Anmeldung brachte. Des Weiteren handelt es sich bei einigen der über 30 zugehörigen Gesellschaften um Marken aus der Modebranche, die generell eher selten Schutzrechte anmelden. Somit bestimmen vor allem Marken wie Junghans und Salamander die repräsentative Graphik der Schutzrechtsanmeldungen. Betrachtet man die Zahlen von 2000 bis 2004, lässt sich kaum ein klares Muster erkennen. Bemerkenswert ist der Anstieg 2005 um knapp 50%. Dieser stellt zugleich auch den Höhepunkt der Ära EganaGoldpfeil dar. In den anschließenden Jahren lässt sich ein klarer Abwärtstrend erkennen bis zum lokalen Tiefpunkt in dem Jahr, in dem die Insolvenz der Holding abgewickelt wurde.



    Die innovativsten Unternehmen der Gruppe stammen aus Deutschland

    Auch hier ist von einer repräsentativen Darstellung ohne anspruch auf Vollständigkeit auszugehen. Deutlich lässt sich erkennen, dass die Innovativsten Unternehmen der Holding aus Deutschland stammen. So wurden hier auch die meisten Patente und Gebrauchsmuster zur Anmeldung gebracht. Nichts desto trotz lässt sich auch hier ein Rückgang in den Jahren 2007-09 bemerken, der wohl auf die Insolvenz der Holding zurück zu führen ist. Das restliche Europa, sowie Australien und China selbst scheinen eher eine untergeordnete Rolle für EganaGoldpfeil zu spielen. Lediglich die USA fällt mit 13 Anmeldungen in den Jahren 2004-06 ins Auge. Dies könnte durchaus auch an der großen Anzahl weltweit gültiger Schutzrechte liegen, welche den größten Anteil an EganaGoldpfeils Schutzrechten ausmachen.



    Quellen

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