China Haidian: Einstieg in die traditionelle Uhren-Manufaktur

    China Haidian konzentriert sich auf den chinesischen Markt für Luxusuhren

    Die China Haidian Holdings Limited, kurz China Haidian, wurde 1991 gegründet und an die Börse Hong Kong gebracht. Wie viele Unternehmen aus Hong Kong hat das Unternehmen einen eingetragenen Firmensitz auf den Cayman Islands. Die Unternehmenszentrale befindet sich in Hong Kong.

    Das Unternehmen war bis 2011 in drei Geschäftsfeldern unterwegs: Luxusuhren, emaillierten Kupferdrähten und im Immobiliengeschäft. In den letzten Jahren fokussierte sich das Unternehmen immer stärker auf das Uhrengeschäft und wird in den nächsten Jahren die beiden anderen Geschäftsfelder langsam einstellen. 2009 machte der Umsatzanteil des Uhrengeschäfts circa 50 Prozent des Unternehmensumsatzes aus, im Jahr 2011 waren es bereits mehr als 70 Prozent.

    China Haidian ist Besitzer der beiden größten Uhrenmarken Chinas. Die Uhren der Marken „EBOHR“ und „ROSSINI“ werden vom Unternehmen selbst in China produziert und vertrieben. Damit ist China Haidian im Besitz von mehr als 40 Prozent Marktanteil.

    Direkt nach Gründung 1991 wurde die Marke „EBOHR“ gekauft und diese war zunächst die Kernmarke des Unternehmens. EBOHR Luxuries International ist eine 100 prozentige Tochter von China Haidian und spezialsiert auf die Entwicklung, Produktion und Vertrieb der Uhrenmarken „EBOHR“. Die Marken gehört in China zu den Top-Marken und wurde mehrfach ausgezeichnet.

    Zudem vertreibt Haidian Uhren der Marken Citizen, Casio und Calvin Klein in China.
    Im Jahr 2008 wurde dann die Marke „ROSSINI“ in das Unternehmen integriert und verdoppelte damit den Marktanteil. Zhuhai Rossini Watch Industry verfügt über hohe Entwicklungsfähigkeiten, ist sehr innovativ und wurde für das klassisch, elegante Design ihrer Uhren ausgezeichnet. ROSSINI zählt zu denn 500 wertvollsten Marken Chinas und zu denn 500 einflussreichsten Marken Asiens.

    China Haidian übernimmt Schweizer Traditionsmanufaktur Eterna

    Im Jahr 2011 übernahm China Haidian die Schweizer Uhrenmanufaktur Eterna. Das Schweizer Traditionsunternehmen aus dem für die Uhrenindustrie weltbekannten Grenchen (Sitz der Breitling SA, Certina S.A., Titoni AG, Fortis Uhren AG) fertigt seit 1856 mechanische Uhren in höchster Qualität.

    Vor 156 Jahren gründeten der Arzt Josef Girard und der Schullehrer Urs Schild das Unternehmen.
    Eterna beschäftigte sich frühzeitig und sehr intensiv mit der Armbanduhr die Ende des 19. Jahrhunderts als neuer Stern am Uhrenhimmel gehandelt wurde. 1904 meldete Eterna dann ein Patent für ein spezielles Armbanduhrgehäuse an und vier Jahre später ein Patent für den weltweit ersten Armbandwecker.

    1932 wurde das Unternehmen aufgeteilt in die ETA AG zur Fertigung der Rohwerke und die Eterna AG für die Fabrikation der Präzisionsuhren und Armband-Chronographen.

    Im Jahr 1995 wird das Unternehmen von der F.A. Porsche Beteiligungen übernommen und bringt 1998 die erste Porsche Design-Kollektion auf den Markt.

    2011 verkauft Porsche die Uhrenmanufaktur aufgrund der finanziell schwierigen Situation des Unternehmens dann an den chinesischen Investor China Heidin.
    Im Vorlauf wehrte sich das Management des Schweizer Unternehmens massiv gegen die Übernahme, konnte jedoch aufgrund mangelnder Alternativangebote aus Europa keine andere Lösung herbeiführen. Für circa 19 Mio. € übernahm China Heidin, über das Tochterunternehmen International Volant 100%, des Schweizer Traditionsunternehmens.

    150 Jahre Uhren-Know-How fließen nach China

    Mit der Übernahme verfügt das chinesische Unternehmen über ein eigenes Kaliber und ist nun unabhängig von Blockaden Schweizer Teilelieferanten. Zudem verfügt man neben Immobilien und Produktionsmaschinen nun auch über Uhren-Know-How der letzten 150 Jahre. China Haidian verfügt nun über die gesamte Wertschöpfungskette einer Uhrenmanufaktur und beste Zugänge zu den Wachstumsmärkten in Asien. Diese Kombination kann bei weiteren Übernahmen von Schweizer Uhrenstellern durch chinesische Unternehmen mittelfristig dafür sorgen, dass die Traditionsunternehmen aus dem Markt gedrängt werden.

    Verteilung nach Jahren

    Im Gegensatz zu anderen chinesischen Unternehmen beginnt die Anmeldungen von Schutzrechten einige Jahre früher. Allerdings kann man hier davon ausgehen, dass diese Anmeldungen aus dem Bestand übernommener Unternehmen oder Marken stammen. Dennoch ist bemerkenswert, dass China Haidian in den letzten Jahren deutlich mehr Schutzrechte anmeldete. Die liegt vor allem daran, dass der chinesische Markt für (Luxus-) Uhren stark umkämpft ist. China Haidian sichert sich technologisch gegen Wettbewerber ab.

    Haidian_Verteilung nach Jahren_Text

    Geografische Verteilung

    Bei der geografischen Verteilung der Schutzrechtanmeldungen der letzten Jahre fällt auf, dass sich das Unternehmen stark auf den chinesischen Markt fokussiert. Die Anzahl der Anmeldungen, die ausserhalb der Volksrepublik getätigt wurden, ist im Vergleich gering. Mit einem Marktanteil von 40 Prozent in China muss China Haidian nun versuchen diese prominente Position gegen einen immer stärkeren Wettbewerb verteidigen, bevor in Zukunft neue Absatzmärkte angegangen werden.

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    Quellen

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