ASM Pacific Technology – Von der Vertriebsgesellschaft hin zum Weltmarktführer

    Asiatische Vertriebstochter auf Erfolgskurs

    ASM Pacific Technology wurde 1975 als asiatische Marketinggesellschaft des in den Niederlanden sitzenden Mutterkonzerns ASM International gegründet. Seit 1989 wird das Unternehmen an der Börse Hongkongs gelistet. Noch immer befinden sich jedoch knapp 52 Prozent aller Aktien im Besitz des niederländischen Mutterkonzerns. Das Produktportfolio umfasst Halbleitertechnologien in Sortier-, Bestückungs-, und industriellen Druckmaschinen sowie Montageanlagen und LED Lichtersystemen. Als die Industrie 2002 eine Depression erlebte, konnte ASM Pacific Technology seine Konkurrenten hinter sich lassen und wurde zum weltweit größten Anbieter von Montage- und Bestückungsequipment. Erwähnenswert sind die durchgängig hohen Umsätze und der stetig ansteigende Marktanteil ASMPs.

    Ein Münchner Unternehmen auf seinem Weg unter die chinesische Flagge

    ASM kauft Geschäftsteil der Siemens AG.
    1948 wird in Bruchsal, Baden-Württemberg ein Unternehmen namens Siplace als „Zentrale Werkzeug- und Maschinenfabrik“ gegründet. Die relativ erfolgreiche Herstellung von Surface Mount Technology (SMT) Bestückmaschinen und -lösungen erregt die Aufmerksamkeit größerer Konzerne, wie zum Beispiel der Siemens AG. 2001 war es demnach nicht überraschend, dass Siemens Siplace übernahm und später als Siemens Electronics Assembly Systems (SEAS) in den Konzern integrierte.

    Um sich im Rahmen einer Umstrukturierung stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren, verkauft Siemens die SEAS rund 10 Jahre später wieder – der Käufer: ASM Pacific Technology. Heute beschäftigt das unter dem Namen „ASM Assembly Systems“ firmierende Unternehmen etwa 1200 Mitarbeiter weltweit. Der Hauptsitz ist nach wie vor in München, wo es knapp 700 Menschen ein Arbeitsplatz geboten wird.

    F&E – auch in München wird bereits geforscht

    Derzeit beschäftigt ASM Pacific Technology über 1.000 Mitarbeiter in seinem F&E-Bereich. Auch das in München errichtete Forschungszentrum soll nun zur Innovationskraft beitragen.

    Die nachfolgende Graphik beschreibt die Entwicklung der Schutzrechtsanmeldungen während der Jahre 2001 bis 2009. Zuvor wurden keine Schutzrechte zur Anmeldung gebracht. Wurden in den ersten fünf Jahren noch relativ wenige Schutzrechte angemeldet, so stieg die Anzahl in den Folgejahren deutlich an. Besonders markant sind die beiden Höhepunkte 2006 und 2008, jedoch scheint es sich hierbei, in Anbetracht der restlichen Jahre, eher um Ausnahmen zu handeln. Erwähnenswert ist, dass alle Patente von ASM Assembly Systems angemeldet wurden. Dies wird auch besonders bei der geographischen Verteilung deutlich.

    ASM_Verteilung nach Jahren_Text

    Es geht auch ohne chinesische Patente

    Betrachtet man die geographische Verteilung der Schutzrechtsanmeldungen, fällt sofort auf, dass über 90% aller Schutzrechte auf europaweiter Ebene und die restlichen 9% in Deutschland selbst angemeldet wurden. In China gibt es bisher noch keine Anmeldungen.

    ASM_Geografische Verteilung_Text

    Quellen

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